Religion

Religionsunterricht ist an den öffentlichen Schulen ein Pflichtfach, allerdings können die Erziehungsberechtigten bestimmen, ob ihr Kind am Religionsunterricht teilnehmen soll oder nicht. Nach dem niedersächsischen Schulgesetz steht dieses Recht nach der Vollendung des 14. Lebensjahres den Schülerinnen und Schülern zu.

 

Am Gymnasium im Schloss wird der Religionsunterricht als evangelischer bzw. katholischer Religionsunterricht erteilt. Wer nicht am Religionsunterricht teilnimmt, ist verpflichtet, am Unterricht Werte und Normen teilzunehmen. Dies gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, für die Religionsunterricht ihrer Religionsgemeinschaft nicht eingerichtet werden kann.

Bei Teilnahme am Unterricht Werte und Normen muss eine schriftliche Abmeldung vom Religionsunterricht erfolgen. Die Anmeldung zum Religionsunterricht bzw. zum Unterricht Werte und Normen gilt für das ganze Schuljahr.

Wer Religion als schriftliches oder mündliches Abiturprüfungsfach wählen möchte, muss im 12. und 13. Jahrgang vier vierstündige Kurse in Religion belegen, alle übrigen Oberstufenschüler nehmen an den zweistündigen Kursen teil. Voraussetzung für die Wahl von Religion als Prüfungsfach ist die durchgehende Belegung von Religion in der Einführungsphase. In der Oberstufe wird der Religionsunterricht gemischtkonfessionell unterrichtet, wobei die Konfession der jeweils unterrichtenden Lehrkraft die Inhalte bestimmt (gemäß den Vorgaben der RRL).

 

Schulgottesdienste

In jedem Jahr werden zu unterschiedlichen Anlässen und für verschiedene Jahrgänge ökumenische Gottesdienste angeboten (z.B. Abiturgottesdienst, Weihnachtsgottesdienst, „Frühschicht“ in der Adventszeit). Die Vorbereitung erfolgt durch Schüler und Lehrkräfte.

 

Teilnahme an Wettbewerben

Jedes Jahr schreibt die Stiftung Ökumenisches Lernen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig für Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen einen Wettbewerb aus. Thematisch geht es um einen bestimmten Satz oder Gedanken, mit dem man sich beschäftigen soll. Ausgelobt ist ein Stipendium.

Alle zwei Jahre wird von der Landeskirche und der Hanns-Lilje-Stiftung ein Wettbewerb durchgeführt, der Schülerinnen und Schüler anregen soll, sich aus religiöser Perspektive mit Fragen zu einem vorgegebenen Thema auseinanderzusetzen.

Jährlich schreibt das Bischöfliche Generalvikariat Hildesheim einen Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe aus. Diese sollen sich dabei eigenständig mit einem auf die Unterrichtsinhalte bezogenen Thema auseinandersetzen, seine vielfältigen Aspekte – persönlicher, theologischer, gesellschaftlicher Art – wahrnehmen und neue, auch persönlich bedeutsame Perspektiven, erschließen.

Die vorgestellten Wettbewerbe werden von den Lehrkräften beworben. Es gehörten bereits mehrere Schülerinnen und Schüler des GiS bei den genannten Wettbewerben zu den Preisträgern.

 

Projekte und Aktionen

Im Religionsunterricht werden in den verschiedenen Jahrgangsstufen in Absprache mit den Schülern Exkursionen durchgeführt und Veranstaltungen vorbereitet. Dazu gehören u. a.:

Jahrgang 5 und 6

  • Teilnahme an der Kinderfastenaktion von Misereor
  • Kirchenbesichtigungen in Wolfenbüttel

Jahrgang 7 und 8

  • Besuch der Moschee in Wolfenbüttel

Jahrgang 9 und 10

  • Besuch eines Bestattungsunternehmens/eines Friedhofs in Wolfenbüttel und/oder des Hospizes in Braunschweig
  • Lehrfahrt in das Buddhistische Zentrum in Braunschweig

Anlassbezogen initiieren oder beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler der Religionskurse aller Jahrgänge z.B. an Spendenaktionen für Flüchtlinge, für die Suppenküche, Katastrophenopfer oder der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

 

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