Till Schweiger führt Schüler auf die Spur von Internet-Verbrechen

UN Sicherheitsrat: Generelles Internetverbot für Jugendliche

[gis] Der UN Sicherheitsrat will ein generelles Internetverbot für Jugendliche verhängen, da die
wachsende Kriminalitätsrate (Cybermobbing, sexuelle Gewalt, Betrugsfälle etc.) im Internet
vor allem auf das fehlende Verantwortungsbewusstsein Jugendlicher zurückzuführen sei.

Nein, bei dieser Meldung muss kein Aufschrei durch Wolfenbüttels Kinderzimmer gehen. Sie ist fiktiv, wie das ganze Szenario des interaktiven Computer-Theaterstückes „offline“, das für die Siebtklässler des Gymnasiums im Schloss von „Innocence in Danger“ inszeniert wurde. Innocence in Danger ist eine weltweite Bewegung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern, insbesondere gegen die Verbreitung von Kinderpornographie durch die digitalen Medien.
In einem mehrstündigen Projekt für die 7. Klassen am GiS, das von der Curt-Mast-Jägermeisterstiftung finanziert wird, erarbeiteten die Jugendlichen im Internet anhand eines fiktiven Mobbing-Falles die Gefahren, die bei allzu unvorsichtigem Umgang mit den Sozialen Medien entstehen können. Clou des Projektes war der bekannte Schauspieler Till Schweiger, der als Commander O’Brian, Kopf der „International League of Brave Knights“, während des zweistündigen Strategie-Spieles immer wieder in Video-Sequenzen auftauchte und den Schülern half, ihren „Fall“ zu lösen. Dafür mussten die Jugendlichen alle digitalen Kommunikationsspuren auswerten, die sich finden lassen: WhatsApp, Facebook, Instagram oder Gamechats.

Angeleitet und begleitet wurden die Schüler hierbei durch Jonas Schweitzer-Faust und Karl-Heinz Zmugg, gelernte Schauspieler und Medienfachberater bei Innocence in Danger. Beide hatten bereits am Dienstagabend vor interessierten Eltern in der Aula des Gymnasiums im Schloss einen hoch informativen Vortrag über die Gefahren der Sozialen Medien und des Internets gehalten. Sexting, Cybermobbing und sexualisierte Gewalt im Internet sind Bedrohungen, mit denen Eltern häufig nichts anfangen können, denen Jugendliche im Internet aber ständig begegnen. offline2-700Schweitzer-Faust machte in seinem Vortrag deutlich, dass weder Wegschauen noch Verteufeln den Jugendlichen helfen: „70 Prozent der 14-Jährigen sind aktiv online, stellen selbst Inhalte ins Netz und teilen diese mit anderen. Dies ist ihre Lebenswirklichkeit. Kein WhatsApp, keine Party!“

Diese Realität spiegelte sich auch in den Auswertungsgesprächen wider, die Schweitzer-Faust im Anschluss an das Theaterstück mit den Siebtklässlern führte. Immer wieder meldeten sich Kinder, wenn es um die Frage ging, wer schon einmal beim Surfen sexualisierten Inhalten oder verdächtigen Anfragen begegnet war. Schweitzer-Faust machte Eltern wie Kindern Mut: Wichtig für die Jugendlichen sei es, sich jemandem anzuvertrauen und sich Hilfe zu holen, wenn sie im Internet gemobbt oder gar von Kriminellen mit den ins Netz gestellten Inhalten erpresst werden. Den Eltern empfahl Schweitzer-Faust, an der Lebensrealität ihrer Kinder teilzunehmen: „Interessieren Sie sich für das, was ihr Kind im Internet tut. Zeigen Sie, dass Sie ein ernstzunehmender Partner sind!“ Hilfe im konkreten Fall kann man sich bei der Polizei oder auch direkt bei Innocence in Danger www.innocenceindanger.de holen.

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