GiS beim RoboCup Junior in den Top 10

Ein beachtlicher Erfolg für das GiS: Bei der Deutschen Meisterschaft im RoboCup Junior, die vom 10. bis 14. März in Köln ausgetragen wurde, hat sich das Team „_Toosten“ souverän einen Platz unter den zehn besten Teams Deutschlands gesichert. In der anspruchsvollen Kategorie „Rescue Line“ belegten sie am Ende einen hervorragenden Rang 8 und bewiesen damit erneut das hohe Niveau der Wolfenbütteler Roboter-Schmiede.

Die Kategorie „Rescue Line“ simuliert ein herausforderndes Rettungsszenario. Die von den Schülern selbst konstruierten und programmierten Roboter müssen dabei völlig autonom einer Linie durch ein komplexes, unwegsames Gelände folgen, das einer Katastrophenzone nachempfunden ist. Rampen, Wippen, Verschmutzungen sowie weitere große und kleine Hindernisse stellen die Teams sowohl vor mechanische als auch informatische Probleme. Zudem müssen die Roboter eigenständig „Opfer“ (symbolisiert durch Bälle) finden, aufnehmen und sicher zu speziellen Rettungszonen transportieren.

Hinter dem Erfolg des Teams „_Toosten“ steckt monatelange, intensive Arbeit. Nach dem souveränen 1. Platz beim Vorentscheid in Hannover am 11. Februar, bei dem sich die gesamte Roboter-AG mit 14 Teams stark präsentierte, begann die heiße Phase der Vorbereitung auf Köln. In unzähligen Nachmittagsstunden und auch während der am GiS etablierten Begabungsförderungswoche wurde im Roboter-Labor programmiert, im 3D-Drucker das Gehäuse optimiert und gelötet.

Um die nötige Geländetauglichkeit für den Parcours in Köln zu erreichen, setzten die Schüler nicht nur auf intelligente Algorithmen und logisches Denken, sondern auch auf innovative Hardwarelösungen. So wurden beispielsweise spezielle Reifen eigens aus Silikon angefertigt, um Hindernisse besser überwinden zu können.

In Köln wurden die Schüler der 12. Klasse von ihrem Informatiklehrer Benjamin Lemmer begleitet, der vor Ort jedoch nur aus dem Zuschauerbereich heraus anfeuern durfte.

Viele Mitglieder der Roboter-AG durchlaufen am Gymnasium im Schloss eine typische MINT-Karriere (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie nutzen das Fachwissen aus dem IT-Profil oder dem Informatik-Leistungskurs, um die gestellten Aufgaben mit viel Kreativität zu lösen. Teammitglieder vertiefen ihr Wissen oft sogar noch im Rahmen des Seminarfachs „Technische Informatik“, in dem sie sich aus wissenschaftlicher Sicht mit der Steuerung ihrer Roboter befassen.

Die Roboter-AG am GiS ist damit erneut ein gelungenes Beispiel dafür, dass freiwilliger Nachmittagsunterricht – auch wenn er oft mit etlichen Überstunden für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler verbunden ist – letztlich zu tollen persönlichen Erfahrungen und Erfolgen führt und nicht selten bereits den Weg in den zukünftigen Beruf ebnet.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an den Lionsclub Wolfenbüttel der mit einer großzügigen Spende die Reise zur Deutschen Meisterschaft finanziell unterstützt hat.