Jahrgang 11 auf Entdeckungstour in Berlin

Vom 14. bis 16. Januar 2026 begab sich der Jahrgang 11 mit 115 Schülerinnen und Schülern aus fünf Klassen auf die traditionelle Berlin-Exkursion. In drei intensiven Tagen erkundeten die Jugendlichen die Bundeshauptstadt als politischen Entscheidungsort, historischen Erinnerungsraum und sozialen Lebensraum.

Die Fahrt war als zeitversetztes Klassenprogramm organisiert: Alle Klassen absolvierten die Programmpunkte in weitgehend identischer Zusammensetzung, jedoch an unterschiedlichen Tagen und Zeiten.

Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des Deutschen Bundestages, bei dem die Schülerinnen und Schüler eine Plenardebatte verfolgen konnten. Im anschließenden Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten Cem Ince bzw. Jorit Bosch erhielten sie die Gelegenheit, politische Prozesse und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren.

„Der Besuch des Bundestages war für mich ein echtes Highlight. Die Plenardebatte live zu erleben und anschließend mit Cem Ince ins Gespräch zu kommen, hat mir politische Prozesse deutlich nähergebracht.“
 (Luis, Jahrgang 11)

Weitere Einblicke in sicherheits- und gesellschaftspolitische Themen bot der Besuch des Bundesministeriums der Verteidigung. Dort stand in diesem Jahr der Neue Wehrdienst im Mittelpunkt. Im Anschluss besuchten die Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Auch die Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung spielte eine wichtige Rolle. Zwei Klassen erkundeten die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße selbstständig mithilfe eines Audioguides.

„In der Gedenkstätte Berliner Mauer wurde Geschichte für mich sehr greifbar. Der Besuch hat mir gezeigt, wie wichtig Freiheit und Erinnerung für unsere Gesellschaft sind.“
 (Mette, Jahrgang 11)

Die drei anderen Klassen erkundeten Einrichtungen, die in Berlin soziale Arbeit leisten. Zwei Lerngruppen nahmen an Workshops der Berliner Stadtmission – Zentrum am Zoo teil und setzten sich dort intensiv mit den Themen Armut und Obdachlosigkeit auseinander. Eine weitere Klasse besuchte die Arche Kinderstiftung im Berliner Stadtteil Hellersdorf und erhielt Einblicke in die Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

In beiden Einrichtungen überreichten die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Spende in Höhe von 200 Euro. Das Geld hatten sie im Vorfeld der Fahrt in der Schule gesammelt, indem sie in mehreren großen Pausen Waffeln und Kuchen gegen Spende an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ausgaben.

Jüdisches Museum

„Das Jüdische Museum hat mich besonders beeindruckt. Durch die Architektur und die Ausstellung habe ich viel Neues über jüdische Geschichte und Kultur gelernt.“
 (Efe, Jahrgang 11)

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Jüdischen Museums Berlin, bei dem neben der jüdischen Geschichte und Kultur auch die besondere Architektur des Gebäudes im Mittelpunkt stand. Ergänzt wurde das Programm durch eine stadtgeografische Rallye in Berlin-Kreuzberg, bei der sich die Schülerinnen und Schüler mit Stadtentwicklung und Gentrifizierung auseinandersetzten.

Unterwegs in Berlin

Neben den feststehenden Programmpunkten blieb bewusst Zeit, Berlin in Kleingruppen eigenständig zu erkunden. Dabei waren Selbstorganisation, Orientierung im öffentlichen Nahverkehr und Absprachen innerhalb der Gruppen gefragt.

„Besonders gefallen hat mir, dass wir uns in Berlin frei bewegen konnten und viel Zeit hatten, eigenen Interessen nachzugehen. So konnten wir die Stadt intensiv erleben und viele schöne gemeinsame Abende verbringen.“
 (Merle, Jahrgang 11)

Die Berlinfahrt im Schulprogramm

Oliver Behn (Schulleiter): „In diesem Jahr war unser 11. Jahrgang bereits zum 7. Mal in Berlin. Ich freue mich sehr über diese Konstanz und den großen Stellenwert, den diese Fahrt im Schulprogramm des Gymnasiums im Schloss hat. Mein Dank gilt Sabine Fuß und Hendrikje Pfau, die die Exkursion federführend organisieren und allen Kolleginnen und Kollegen, die das Projekt durch ihr Engagement ermöglichen.“