Projekttage im Rahmen der Förderung besonderer Begabungen

Die letzte Woche vor der Zeugnisausgabe im Januar stand wieder im Zeichen der Projekte im Kontext der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Interessen und Begabungen.

Insgesamt arbeiteten etwa 80 Schülerinnen und Schüler jeweils ein bis drei Tage in 8 verschiedenen Projekten.

Eindrücke zu diesen Projekten unter mehr:

Projekt 1: Auf Entdeckungsreise in der Herzog August Bibliothek

An zwei Tagen besuchten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 die Herzog August Bibliothek, um hier zu eigenständig formulierten Themen zu arbeiten. Sie durchforsteten die langen Bücherregale in den drei Stockwerken nach bestimmten Signaturen, recherchierten im Katalog der Bibliothek und bestellten Bücher aus dem Magazin. Viele genossen zwischendurch die Ruhe im Lesesaal und bereiteten sich hier auf ihren Kurzvortrag am Ende der zwei Tage vor, der über Zwischenergebnisse informiert. Die Themenauswahl war auch in diesem Jahr wieder breit gefächert und reichte vom Waschbären über die Olympischen Spiele 1936 bis hin zu Knigges Benimmregeln und zur Geschichte der Kreiszahl Pi. Die freie Auswahl der Themen sowie der Art und Weise, diese schließlich zu präsentieren, macht den Reiz dieses Schülerseminars aus, das viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits zum wiederholten Male besucht haben.

Projekt 2: „Von mir zur literarischen Figur“ – kreatives Schreiben in der Schulbibliothek

In einem vierstündigen Schreibworkshop setzten sich 10 Teilnehmende aus den Jahrgängen 7 bis 13 mit der Konzeption literarischer Figuren auseinander. Zunächst entstanden Kapitel- oder Erzählanfänge, die etwas beinhalteten, was sich die Autorin / der Autor niemals trauen würde. Später wurde ein Raum ergänzt oder neu erschaffen, der das Innenleben und die Charaktereigenschaften der Figuren widerspiegelt, so wie auch die Villa Kunterbunt vieles über Pippi Langstrumpf erzählt. Dabei kamen Texte zustande, die der Anfang eines Thrillers oder eines Fantasyromans hätten sein können, aber auch welche, die eher mit einem ironischen Augenzwinkern auf das Leben Jugendlicher blicken. Wertvoll ist ein solcher Workshop wegen der kreativen Ideen ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie durch die konstruktiv wertschätzenden Rückmeldungen untereinander.

Projekt 3: Puzzle frei nach M.C.Escher entwerfen und 3-D-drucken

Ganz besondere Puzzle entwarfen die Teilnehmenden dieses Workshops. Der niederländische Künstler M. C. Escher (1898 – 1972) hat viele sogenannte Parkette erschaffen, bei denen oft im Tierreich entlehnte Figuren lückenlos ineinandergreifend das Papier füllen. Escher druckte seine Werke (ganze Parkette) nach Holzschnitten oder als Lithografien. In der Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler einzelne Parkettsteine mit einer 3D-CAD-Software konstruiert, die dann mit einem 3D-Drucker gefertigt wurden.

Beim Design der Parkettsteine mussten die Konstruktionsregeln sehr genau eingehalten werden, damit die ausgedruckten Puzzleteile perfekt ineinander passten.

„Wer hat an der Uhr gedreht?“ (Song im Comic „Rosaroter Panther“), kennen altersbedingt nur Herr Michele und Frau Lins, das war aber das Gefühl, dass alle nach dem ersten Projekttag hatten. Alle hatten nach diesem ersten Tag erfolgreich ein „Pegasus-Puzzleteil“ als Datei erstellt. Der Druck über Nacht offenbarte passende und leicht fehlerhafte Konstruktionen. Die Fehler wurden dann gefunden und für den nächsten Druckauftrag beseitigt.

Am zweiten Tag wurde dann eigenständig an weiteren Entwürfen nach der Idee und Vorlage M. C. Eschers gearbeitet.

Gabriele Lins und Oliver Michele