In diesem Schuljahr feiert das Gymnasium im Schloss ein besonderes Jubiläum: seit 15 Jahren trägt das GiS den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieses Engagement ist für viele Mitglieder der Schulgemeinschaft mehr als nur eine Auszeichnung. Es ist vielmehr ein Auftrag, denn das GiS steht für eine Schulgemeinschaft, in der Vielfalt als Stärke begriffen und ein respektvolles und tolerantes Miteinander gelebt wird.
Aus diesem Anlass fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16.-20.03.2026 eine bunte Projektwoche unter dem Motto „GiS zeigt Haltung!“ statt. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge der Sekundarstufe I setzten sich in Workshops, kreativen Projekten und Vorträgen intensiv mit Themen wie Vielfalt, Respekt und Diskriminierung auseinander. Dabei wurde deutlich: Haltung zu zeigen bedeutet, nicht wegzusehen, sondern Verantwortung zu übernehmen und auf sich und sein Umfeld acht zu geben.


Eingeleitet wurde die Projektwoche von der Fachgruppe Kunst, welche Schülergruppen beim Herstellen von Buttons und Bedrucken von Jutebeuteln zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unterstützt hat. Daneben war in den Pausen auch ein Infostand zu finden, an dem man sich u. A. über rechtsextreme Symbolik informieren konnte.





In den Jahrgängen 5 und 6 haben sich die Klassen mithilfe des Kurzfilmes „Der wunderbarste Platz auf der Welt“ damit auseinandergesetzt, was es bedeutet, aus seiner gewohnten Umgebung vertrieben und abgelehnt zu werden, nur weil man anders ist. Die Schülerinnen und Schüler haben sich anhand des Filmes mit dem Rassismusbegriff beschäftigt und eigene Standpunkte entwickelt.


Für die 7. Klassen fand ein Workshop zum Thema „Diskriminierungssensibel sprechen – wie geht das?“ an einem ganz besonderen Lernort statt: dem Braunschweiger Eintracht Stadion. Veranstaltet von der FanHochSchule haben sich die Klassen im dortigen Fanhaus mit der Wirkung von Sprache – vor allem Schimpfwörtern – beschäftigt.
In allen 8. Klassen wurde das Klassenzimmertheaterstück „Deine Helden – meine Träume“ aufgeführt. Das Ein-Personen-Theaterstück mit dem Schauspieler Luis Lüps vom Elle Kollektiv, handelt von Freundschaft, Liebe und der Verführungskraft rechtsradikalen Gedankenguts. Die Aufführung wurde von einem daran anschließenden theaterpädagogischen Workshop begleitet.
Besonders beeindruckend war der Vortrag eines „Aussteigers“ aus der rechtsextremen Szene vor dem 10. Jahrgang. Durch tiefe Einblicke in dessen Biografie konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie Radikalisierung stattfinden kann und wie wichtig ein stabiles Miteinander und aufeinander Achtgeben ist.

Darauf wurde auch in den Workshops Wert gelegt, welche von der Naturfreundejugend für die Jahrgänge 9 und 11 angeboten wurden. Die Schülerinnen und Schüler lernten, rechtsextreme Erscheinungsformen zu erkennen, einzuordnen sowie verantwortungsvoll und couragiert zu reagieren.
All diese Aktionen konnten nur Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch den Ehemaligenverein (Schlösserbund e.V.), den Förderverein des GiS, die Braunschweigische Sparkassenstiftung sowie die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz realisiert werden.