Im Rahmen des Politikunterrichts besuchte die Klasse 11c den Weltladen in Wolfenbüttel. Zuvor hatte sich die Lerngruppe intensiv mit dem Thema Welthandel auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die Ursachen und Merkmale ökonomischer Globalisierung sowie deren Folgen für Mensch und Umwelt. Auch Reformansätze wie das Lieferkettengesetz und der faire Handel wurden diskutiert. Ein konkretes Beispiel im Unterricht war dabei der Vergleich zwischen „Fast Fashion“ und fair produzierter Kleidung.
Der Besuch im Weltladen bot nun die Gelegenheit, diese Inhalte praxisnah zu vertiefen. Im Weltladen erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Gelegenheit, das Sortiment zu erkunden. Ziel war es, die Vielfalt fair gehandelter Produkte kennenzulernen und einen Einblick in Herstellung und Vertrieb dieser Waren zu bekommen.

Im Anschluss informierten Gabriele Roseneck, Karin Herwig und Matthias Knoche-Herwig vom Bildungsteam des Weltladens über die Geschichte der Weltladenbewegung sowie über die Entstehung und Arbeitsweise des Weltladens in Wolfenbüttel. Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen Informationen zu Siegeln des Fairen Handels, zu Vertriebspartnern und Wertschöpfungsketten. Besonders thematisiert wurden auch die Vorteile des fairen Handels für Produzenten im Globalen Süden, beispielsweise für Kleinbauern oder landwirtschaftliche Kooperativen. Zum Abschluss des Besuchs gab es für alle eine kleine Kostprobe fair gehandelter Schokolade.
Der Besuch bot eine anschauliche Vertiefung der im Unterricht behandelten Themen. Gleichzeitig wurde deutlich, was durch ehrenamtliches Engagement vor Ort auf die Beine gestellt werden kann. Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des Weltladens für den informativen und eindrucksvollen Vormittag.
