Förderung besonderer Begabung

„Die Farben der Berge“, „Das alte Buch“ und „Was hat das mit Mathematik zu tun?“ waren Projekte im Rahmen der Förderung besonderer Begabungen, die in der letzten vollen Woche vor den Zeugnisferien stattfanden. Insgesamt 75 Schülerinnen und Schüler haben an den insgesamt sechs angebotenen Projekten aus verschiedenen Fachrichtungen teilgenommen.

 

Die Farben der Berge

Eine Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern besuchte am Mittwoch, dem 24. Januar 2018, das Bergbaumuseum Rammelsberg in Goslar. Zunächst „fuhr“ die Gruppe unter fachmännischer Leitung in den 200 Jahre alten Roederstollen „ein“. Begeistert waren alle von den dort zu findenden Farberscheinungen, den Vitriolen. Diese vielgestaltigen Vitriole entstehen, weil in Wasser gelöste Salze an schon vorhandenen Strukturen auskristallisieren und sich anlagern. Zinkvitriole sind weiß, Kupfervitriole blau-grün, Eisenvitriole braun und ganz schwarz sind die Manganvitriole.

Frau Dr. Lins

 

Alte Bücher, Lessing und lateinische Drucke – 3 Schülerseminare in der HAB

In diesem Jahr fanden drei Schülerseminare parallel in der Herzog August Bibliothek im Rahmen der Begabungsförderung statt.

Die alten Bücher lockten 16 Siebtklässler ins Zeughaus. Nach einer Ein­führung über den vorsichtigen Umgang mit diesen wertvollen alten Drucken von einer Mitarbeiterin der Restaurationswerkstatt beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler selbst intensiv mit den in Frakturschrift geschriebenen Inhalten. Dabei nutzten sie auch passende Sekundärliteratur, die sie im Freihandapparat fanden oder per Online-Katalog bestellten.

Zudem recherchierten die HAB-Scouts, sechs Schülerinnen aus den Jahrgängen 8 und 9, die im Rahmen einer AG regelmäßig in der Herzog August Bibliothek arbeiten, zu Gotthold Ephraim Lessing und besuchten zusammen mit Dr. Berthold, Geschäftsführer der Lessing-Akademie, das Lessinghaus.

Acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 12 haben sich mit lateinischen Drucken aus dem 15./16. Jahrhundert beschäftigt. Beim Transkribieren der lateinischen Schrift stießen die Schüler dabei auf Abkürzungen, die vor dem Übersetzen zunächst entschlüsselt werden mussten.

Insgesamt haben 30 Schülerinnen und Schüler in dieser Woche den Weg in die Herzog August Bibliothek gefunden und bekamen auf diese Weise einen Einblick in die Forschungsarbeit vieler Bibliotheksbesucher.

Frau Brandes / Frau Rinas

 

Was hat das mit Mathematik zu tun?

Einblicke in das unbekannte mathematische Teilgebiet der Graphentheorie erarbeiteten sich zwei Tage lang vierzehn Schüler und eine Schülerin aus den Jahrgängen 8 und 9.

Ausgehend von einem U-Bahn-Linienplan der Stadt Wien ging es darum, die kürzeste Verbindung zwischen zwei Stationen zu ermitteln. Bei dieser komplexen Aufgabe musste das Problem zunächst auf wesentliche Aspekte reduziert und anschaulich dargestellt werden. Dazu wurde ein Computerprogramm (yEd) zur Darstellung von Graphen genutzt. Die Fahrzeiten wurden per Internetrecherche ermittelt. Schließlich wurden vorhandene Programmodule der Programmiersprache Python genutzt, um den Weg mit der minimalen Fahrzeit zu ermitteln.

Als weiteres Beispiel wurde eine Ampelschaltung mit Hilfe der Graphentheorie entwickelt.

Am zweiten Projekttag näherten sich die Schüler den Algorithmen, die sich hinter dem Werbeslogan  „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship“  verbergen.

Wieder wurden Python-Programmmodule zur Problemannäherung genutzt.

Die Bilder zeigen zum einen die Umsetzung des Parship-Problems in einen Graphen und zum andern einen Ausschnitt des Programmcodes, der für die Lösung benutzt wurde.

Herr Dr. Bodendiek / Frau Dr. Lins Februar

 

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