Vokabelolympiade und Sozialer Tag 2012

„Ob einem krebskranken Kind geholfen werden kann oder nicht, darüber entscheidet oftmals noch die Frage: Ist die Behandlung bezahlbar?“ Mit diesem Bewusstsein starteten die Schüler und Schülerinnen des GiS auch in diesem Jahr ihre traditionellen Initiativen anlässlich des Reaktorunglücks in Tschernobyl vor nunmehr 26 Jahren. Initiiert von der seit über 20 Jahren aktiven Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für die Kinder von Tschernobyl“ sammelten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des „Sozialen Tages“ und der „Vokabelolympiade“ über 11 000 Euro ein. Mit dieser beeindruckenden Summe wird den Kindern auf der Kinderkrebsstation des Krankenhauses Minsk-Lenoi (Weißrussland) geholfen. „Die Spendengelder kommen direkt an. Auch die Rückmeldung, was mit den Spendengeldern geschieht, kommt ohne Umwege zu uns: persönliche Briefe, Fotos, Namen, konkret angewandte Behandlungen.“ So begründeten die Schülerinnen und Schüler ihre besondere Motivation für die Durchführung ihrer Aktionen.

Während die Sechstklässler für die „5. Vokabelolympiade“ französische und lateinische Vokabeln „pauken“ mussten, war am „Sozialen Tag“ für alle Schüler besondere Kreativität gefragt, um individuelle Möglichkeiten zu finden, Spendengelder zu erwirtschaften. Einzeln oder in Gruppen verdingten sich die Schüler unter anderem als Straßenmusikanten, Verkäufer von Kuchen und selbst gemalten Bildern, Gärtner, Hundesitter, Putzhilfen, Autowäscher, Packhilfen im Supermarkt, Rübenhacker, Behördengänger, Seniorenbetreuer und Brötchenlieferanten.

„Die Möglichkeit, krebskranken Kindern helfen zu können, spornt die Kinder jedes Jahr neu zu erstaunlichen Leistungen an, sowohl beim Vokabellernen als bei der eigenständigen Durchführung sozialer Aktivitäten“, freut sich der Lehrer Stefan Brandes als Vertreter der Tschernobylinitiative, als er in der vergangenen Woche die endgültige Spendensumme feststellen konnte. Gleichzeitig förderten diese Aktionen laut der Schulleiterin Ulrike Schade nicht nur das soziale Engagement der Schüler, sondern sensibilisiere sie auch für die Problematik der Atomkraft und ihrer Folgen, denn „Fukushima und die Atomabfälle in unserer Region beunruhigen uns als aktuelle globale und lokale Gefahren.“

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